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Konzerte im Juli

Donnerstag, 2. Juli 2026, 20 Uhr
„Six Pieces for Solo Violin“
Poetischer Minimalismus
Sophia Jani – Komposition
Teresa Allgaier – Violine

Die Geigerin Teresa Allgaier interpretiert den Solozyklus „Six Pieces for Solo Violin“, den die Komponistin Sophia Jani in enger Zusammenarbeit für sie geschrieben hat. 2024 erschien das Werk als Album bei Squama Recordings und fand international Beachtung.
Stilistisch bewegt sich Janis Musik zwischen poetischem Minimalismus und barocker Eleganz. Das Werk „Six Pieces for Solo Violin“ fordert die Vorstellung von Einfachheit als Parameter heraus, indem sie ein Geflecht aus sanfter Konsonanz webt, das zum Nachdenken einlädt und die Geige als Instrument ehrt. Teresa Allgaier lebt als freischaffende Musikerin in Leipzig und München und widmet sich vorrangig zeitgenössischer Klassik und experimenteller Popmusik. Als Kammermusikerin, Bühnenmusikerin und Komponistin ist sie an zahlreichen renommierten Konzert- und Theaterhäusern und für interdisziplinäre Produktionen tätig. Sie studierte Violine an der Musikhochschule München und an der Guildhall School London.

Donnerstag, 23. Juli 2026, 20 Uhr
„Duo Wandermüde“
Songs from the Hourglass
Winnie Brückner – voice, loops, toys
Susanne Paul – cello, voice, toys

Das Berliner Duo Wandermüd hat seine Wurzeln sowohl im Jazz als auch in der klassischen Musik. Stimme und Cello bilden dabei das Herzstück eines Sounds, der mal dicht und orchestral, mal klar und minimalistisch ist. Mit Hilfe von Loops, Elektronik und raffinierter Instrumentierung wird das kammermusikalische Setting zu orchestralen Klanglandschaften erweitert, verspielt und groovig und doch poetisch und tief bewegend. In ihrem aktuellen Programm „Songs From The Hourglass“ präsentieren Winnie Brückner und Susanne Paul Lieder, die sich um das Vergehen der Zeit, die Sterblichkeit und die flüchtige Magie des Alltags drehen. Durch das Adaptieren und Neukomponieren der Lieder von Schumann, Schubert und Strauss erwecken sie Meisterwerke der romantischen Kunstliedtradition zu neuem Leben, und verleihen ihnen Sensibilität und einen zeitgenössischen Sound. So scheint Schuberts „Leiermann“ plötzlich E-Gitarre zu spielen, eine Arie aus Strauss’ „Rosenkavalier“ schwingt wie eine rauchige Jazzballade, und der steinerne Ritter aus Schumanns „Auf Einer Burg“ zerbröselt in einem psychedelischen Klangwirbel. Auch die eigenen Songs von Wandermüd widmen sich dem Thema der Sanduhr. Sie beklagen das hektische Tempo des digitalen Zeitalters, denken über den Sinn des Lebens einer Fliege nach oder singen ein Loblied auf das Prokrastinieren. Das Ergebnis ist ein Programm, das so frisch und unmittelbar wirkt wie Pop und zugleich die emotionale Tiefe der romantischen Meister bewahrt.